Thüringer hat wieder eine Stimme:

Robert-Martin Montag auf dem Parteitag

Erfurt, 31.05.2026

Die Thüringer Liberalen sind mit Robert-Martin Montag wieder mit einem gewählten Mitglied im Bundesvorstand der FDP vertreten. Der frühere Landtagsabgeordnete und Gesundheitspolitiker aus dem Wartburgkreis erreichte auf dem Bundesparteitag in Berlin am Wochenende mit 78% das viertbeste Ergebnis der Kandidaten der sogenannten 1. Abteilung der Beisitzer im Bundesvorstand. Vorgeschlagen wurde Montag vom Landesvorsitzenden Torsten Klöppel. 

Bei der Wahl im Frühjahr 2025 erhielt der damalige Landesvorsitzende Thomas Kemmerich zweimal keine Mehrheit und verließ wenige Wochen später die Partei.

 

Die Thüringer Liberalen sehen sich nach dem Parteitag mit Wolfgang Kubicki als neuen Bundesvorsitzenden gestärkt. Der Landesvorsitzende Torsten Klöppel erklärte, die jahrelangen Reibereien zwischen der Bundesspitze und dem Landesverband Thüringen habe man schon vor Monaten offiziell beendet, jetzt zeige sich dies auch in der Besetzung des Bundesvorstands. “Die Wahl ist ein Signal, dass es auch in Thüringen mit der FDP wieder aufwärts gehen wird. Wir sind motiviert. Robert-Martin Montag ist als Fachmann im Bereich Gesundheit bundesweit bekannt und anerkannt.”

 

Der Bundesparteitag war geprägt durch eine Überraschungskandidatur um den Parteivorsitz. Neben der seit Wochen bekannten Bewerbung von Wolfgang Kubicki kandidierte auch Marie-Agnes Strack-Zimmermann aus NRW. 
Klöppel dazu: „Die meisten Delegierten aus Thüringen haben große Sympathie für Wolfgang Kubicki und haben sich ihn als Vorsitzenden gewünscht, aber die Kandidatur von Frau Strack-Zimmermann ist zulässig. Sie hat den Parteitag spannend gemacht. Sie hat die Breite der Partei gezeigt. Ich glaube, das hat mehr geholfen als geschadet. Freue mich nun auf eine Zeit mit einem starken Team um Wolfgang Kubicki und werde selbst nach Kräften für den Wiederaufstieg kämpfen.”

Inhaltlich wurde auf dem von Wahlen geprägten Parteitag ein Teil des vorbereiteten Leitantrags beraten und beschlossen. Die FDP will künftig dem Normenkontrollrat wesentlich mehr Macht geben, er soll eine Art Veto bei der Verabschiedung neuer Gesetze bekommen, Berichtspflichten und Verordnungen wollen die Liberalen insgesamt deutlich reduzieren. Die Liberalen wollen einen vierstufigen Steuertarif und bei Krankheit zwei Karenztage einführen. Auch aus dem Thüringer Landesverband wurden Änderungsanträge in den Abstimmungen angenommen, so konnte die Forderung nach Abschaffung der EU-Wiederherstellungsverordnung im Parteiprogramm verankert werden.