FDP Thüringen unterstützt Demonstration „Keine Propaganda in Buchenwald“

FDP Mitglieder bei der Demo
Foto am Rand der Veranstaltung

 

Erfurt, 09.04.2026 – Unter dem Motto „Keine Propaganda in Buchenwald“ ruft am kommenden Sonntag ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis, unter Beteiligung der FDP Thüringen, zur Demonstration nach Weimar auf. Ziel des Protests ist es, der Vereinnahmung der Erinnerungskultur zum 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald entschieden zu widersprechen.

Die Kundgebung beginnt um 11:30 Uhr. Als Redner werden Vertreter verschiedener demokratischer Parteien sowie Repräsentanten jüdischer Organisationen erwartet, darunter:

  • Georg Maier (SPD), Innenminister des Freistaats Thüringen
  • Michael Hose (CDU), Mitglied des Bundestages
  • Karoline Preisler (FDP), Juristin und Autorin
  • Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft
  • Sascha Stawski, Honestly Concerned e.V.
  • Ron Dekel, Präsident der Jüdischen Studierendenunion Deutschland (JSUD)

Gegen die Instrumentalisierung durch Extremisten

Anlass des Protests ist die angekündigte Mahnwache eines linksextremen Bündnisses unter dem Namen „Kufiyas in Buchenwald“. Diese Gruppierung plant, den Jahrestag der Befreiung gezielt zu instrumentalisieren, um pro-palästinensische Symbole als politische Botschaften auf dem Gelände der Gedenkstätte zu verbreiten. Akteure hinter diesem Bündnis werden vom Verfassungsschutz teilweise als linksextremistisch sowie als Unterstützer der Terrororganisation Hamas eingestuft.

Gegen diesen Missbrauch des Gedenkens haben sich bereits zahlreiche Hinterbliebenenverbände sowie jüdische und nicht-jüdische Organisationen positioniert. Auch die Leitung der Gedenkstätte Buchenwald weist das Ansinnen des Bündnisses entschieden zurück.

Für die FDP Thüringen ist die Singularität der Shoah unantastbar. Über 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs muss jedem Versuch des Geschichtsrevisionismus – ob von links oder von rechts – konsequent entgegengetreten werden.

Dazu erklärt die FDP Thüringen: „Kritik an der Politik des Staates Israel ist im Rahmen der Meinungsfreiheit selbstverständlich zulässig. Wer jedoch Gedenkorte von Menschheitsverbrechen wie dem Holocaust missbraucht, um das Leid der Opfer zu relativieren oder politische Propaganda zu betreiben, überschreitet eine rote Linie. Das ist für uns unerträglich und nicht hinnehmbar.“

Johannes Lösch, FDP Bayern, ist maßgeblicher Organisator der Demonstration.